180 Tage LAND IN SICHT

[noch ein Segelblog]

Month: Mai 2016 (Page 1 of 3)

Kurs Süd?

Wir sind in Klaipeda, zum zweiten Mal. Diesmal etwas unfreiwillig. Wir haben gestern dieses schöne Fleckchen Erde mit Kurs Nord in den nächsten baltischen Staat – Lettland – verlassen. Die Windvorhersagen waren unterschiedlich, wir haben uns die schönste herausgesucht, ein Fehler. Der Wind kam doch sehr von vorn uns vor allem unstetig. Sicher war, die nächste Bö kommt genau dann wenn man gerade das Vorsegel etwas vergrößtert hat um gute Fahrt zu machen. Die Land in Sicht segelt engagierter als Ihre Crew, sie setzt mehr Wind in Schräglage und Speed um. Speed kann man ja nicht genug bekommen (wir haben mit einer X-Yacht gut mithalten können), aber die Schräglage war nicht schön, wir kehrten um. Auf der Rückfahrt war es dann ruhiger und schön sonnig war es eh den ganzen Tag. Irgendwie ist es doch noch nicht raus aus unseren Köpfen, ein gesetztes Ziel (es war Liepaja) nicht zu erreichen fühlt sich an, wie ein Verlierer zu sein. Was für ein Quatsch, schließlich fahren wir doch keine Ostseeregatta, sondern haben 180 Tage Land in Sicht. Wir hoffen auf einen baldigen Winddreher und freuen und auf Lettland und Estland.

Mal ein schnelles update

In 23h Fahrtzeit mit wenig Wind haben wir uns an der Seegrenze zu Russland entlang nach Klaipeda geschmuggelt und in der Nacht noch ordentlich auf die Mütze bekommen.  Keine Sorge  wir sind  nicht verprügelt wurden. Gegen  1 Uhr  nachts in  der  Ansteuerung von Klaipeda hat  uns  eine  ordentliche Regenfront mit  lecker Böen erwischt.  Alles kein  Problem,  denn  dank richtigem Vorhalten und dem  Plotter haben  wir  auch blind  die Hafeneinfahrt getroffen.  Diese schrumpfen ja  nachts  auch  gehörig. 🙂 An vorausschauendes Fahren war  mangels Sicht auf Grund von waagerechtem Starkregen nicht zu denken.  Die nächste Aufgabe war wieder ein Suchspiel, nur diesmal waren die Bedingungen  anders: Finde nachts in einem dir fremden Industriehafen eine  kleine Kanaleinfahrt zum Jachthafen. Manchmal kann es auch zuviel Licht geben,  aber Plotti sei dank ist auch das gelungen.  Die nächsten Aufgaben haben wir hervorragend gemeistert: Anlegebier und  ab in die Koje.    Prost und Gute Nacht! 

Für Nerds

Das WLAN ist echt super hier: 67 packets transmitted, 16 packets received, 76.1% packet loss round-trip min/avg/max/stddev = 39.377/322.458/2155.195/497.343 ms

Bis hierher II

Am 14. Mai berichten wir aus Swinemünde zum letzen Mail der bis dato zurückgelegten Reise. Wir sind ein gutes Stück weiter und warten auf guten Wind. Das Boot ist bereits geputzt. (sind wir jetzt Spießer?) Nun ist also Zeit, nochmal den aktuellen Track aus dem Plotter zu prügeln.

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Wind nordost, Startbahn 03…..

Genauso ist es mal wieder.  Es ist eine ganz einfache Gleichung: Zielrichtung minus Windrichtung=0 und das heißt Zeit zum Schreiben.  Wir sind in Hel und wollen nach Klaipeda (ca.  130 Seemeilen oder 240 km für die Landratten) und das Ganze nach Nordosten.  Der Wind kommt genau aus dieser Richtung.  Gut – der Russe will nicht,  dass wir durch seine Sperrgebiete fahren,  aber trotzdem bleibt es im Groben bei der Richtung.  Also warten wir und genießen die Sonne.  Schon bemerkt: seit einigen Tagen keine Heizungsgeschichten mehr, weil: es ist Sommer! Wer einen Städte-Strandurlaub machen möchte und nicht weiß wohin,  dann auf nach Danzig.  SUPER SCHÖN!

Thank you Gdansk

You’ve been a wonderfull host. Danke Danzig!  Es war toll bei Euch.

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Panoramablick vom Dach der Marienkirche

Bearbeitet--3

Nie wieder Alkohol

Nachdem wir gestern Leba verlassen haben zog uns zuerst der Gennacker mit super schnellen 7,5 kn längs des endlosen polnischen Sandstrandes. Gegen frühen Nachmittag verließ uns dann der Wind. Als dann unser schönes neues Leichtwindsegel nicht mehr aufhörte zu schlagen, haben wir eingesehen: der Wind ist weg und kommt wohl auch nicht wieder. Unter Motor dann nach Wladyslowow. Dort im größten Fischereihafen Polens sind wir dann, als einzige Yacht überhaupt, an einem kleinen Schwimmsteg gelandet. Mhm…. Na gut …, dann eben zum Abendessen in den Ort, der unter Touristen wohl sehr beliebt sei. (sagt der Reiseführer) Bloß wo sind die alle? Und warum haben hier alle kleinen und großen Lokalitäten noch geschlossen? Wann macht der Pole Urlaub? Wohl nicht im Mai! Wir haben keine Antworten auf die Frage bekommen, haben aber dafür nach langem suchen sehr günstig (ca. 12 Euro für Klopsky, Pieroggen und 3 Bier bezahlt) dann doch noch gegessen. Wieder an Bord legte sich dank eines hochprozentigen schottischen Betthupferls dann doch ein bisschen Romantik über den Hafen. Man kann sich halt auch Häfen schön trinken. 😉 Und heute? Nachdem wir uns nicht nur fragen wann die Polinnen Urlaub machen, fragen wir uns nun auch heute wieder: WO ist der Wind? Die Vorhersagen sind für Landwetter toll, jedoch nicht für Segler! Die nächsten 3 Tage: umlaufend bis 2 oft – also nix. Nochmal soviel schottische Unterstützung können wir heute Abend nicht in Anspruch nehmen, denn die älter gewordenen deutschen Hammermännchen haben Platz in unseren Köpfen genommen. Nach einem kräftigen Frühstück geht es nun unter Maschine nach Danzig und wir werden uns die Flaute in Danzig vertreiben.

Selten so gelacht

Mein Bruder sucht uns auf Marine Traffic und sendet und dieses Bild. Großartig ist die Werbung unten rechts. 😄

Zu kalt

Die erste Nachtfahrt liegt hinter uns, hundemüde gehen wir morgens um 8.00 in Leba in die Koje. Mit Wärmflasche! 90 Seemeilen liegen hinter uns, unsere bisher längste Strecke am Stück an Bord der Land in Sicht. Richtig rauschend ging es im ersten Reff mit über sieben Knoten los. Am Sperrgebiet “Zone 6 is closed” probiert die Armee modernste Technik aus. Unser GPS vermeldet, dass es keine sichere Position mehr anzeigen kann und der elektronische Kompass zeigt phantasievolle Werte (die nächsten Lottozahlen?) aber nicht mehr den Kurs an. Die mechanische Windanzeige und der Mond lügen jedoch nicht. This is DDTZ2 Over and out.

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